- Thomas Baldischwyler
- Michael Baers
- Sandra Bartoli
- Anke Becker
- Jochen Becker
- Marieke Behne
- Frieder Bohaumlitzky
- Andreas Brandolini
- Amélie Brisson-Darveau
- Christoph Brunner
- Lucius Burckhardt
Thomas Baldischwyler arbeitet mit wechselnden Medien (Musik, Film, Fotografie, Collage, Malerei, Installation) je nach Thema und Kontext. Zu seinem Arbeitsprozess gehören Verweise auf kulturhistorische Ereignisse, in denen subjektive Rahmenbedingungen der Geschichtsschreibung verortet sind. Seine Arbeiten sind in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. 2010 erhielt er den Förderpreis des Westfälischen Kunstvereins Münster und 2017 den Hamburger Edwin-Scharff-Preis. Nach längeren Residenzen in Basel, Rom und Venedig lebt und arbeitet er seit 2022 wieder in Hamburg und betreibt dort u.a. das Künstlerschallplattenlabel Travel By Goods. thomas-baldischwyler.com
Michael Baers ist Künstler und Autor, dessen Arbeit sich auf die Schnittstellen zwischen künstlerischer Praxis, institutioneller und staatlicher Politik sowie nationaler/internationaler Politik konzentriert. Seine Arbeiten entstehen oft aus mündlichen Überlieferungen und anderen Formen der Forschung. Im Jahr 2014 schloss er seine Promotion im Rahmen des praxisorientierten Doktoratsprogramms an der Akademie der bildenden Künste in Wien ab. Seit 2020 ist Baers assoziierter Forscher am Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin.
Sandra Bartoli ist Architektin und Landschaftsarchitektin. Ihre Forschung konzentriert sich auf Orte, an denen Natur und Stadt miteinander verflochten sind, wie beispielsweise der Tiergarten in Berlin, ein transgressives Beispiel für einen Ort, der zu neuen Definitionen und Modellen dessen führt, was unter den Herausforderungen des Anthropozäns „urban” ist. 2019 gab Bartoli gemeinsam mit Jörg Stollmann das Buch „Tiergarten. Landscape of Transgression” (Park Books) heraus. Von 2017 bis 2018 begann Bartoli als Stiftungsprofessorin für Visionäre Stadtformen am Institut für Kunst und Architektur der Akademie der bildenden Künste Wien mit der Arbeit am Forschungsthema „Die zukünftige Naturgeschichte der Stadt”. Bartoli ist derzeit ordentliche Professorin an der Fakultät für Architektur der Hochschule München.
Anke Becker ist bildende Künstlerin und arbeitet seit 1991 in Berlin. Ihre künstlerische Arbeit reicht von konzeptuellen Zeichnungen und Installationen über visuelle Poesie bis hin zu partizipativen Projekten. Sie beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit der An- und Abwesenheit von Sprache, Linie und Text. Sie ist Gründerin des internationalen Kunst- und Ausstellungsprojekts Anonyme Zeichner, betreibt den Blog für visuelle Poesie Economicwords und ist Gründungsmitglied des Damensalons, eines Künstlerinnennetzwerks mit monatlichen Salonabenden und wechselnden Gästen. anke-becker.de
Jochen Becker arbeitet als Autor, Kurator und Dozent und ist Mitbegründer von metroZones | Center for Urban Affairs und der station urbaner kulturen/nGbK. Er kuratierte das Forschungs- und Ausstellungsprojekt "Chinafrika. under construction" (Graz, Leipzig, Weimar, Shenzhen, Nürnberg) und begleitete den Umzug des Düsseldorfer Theaters FFT kulturpolitisch, konzeptionell sowie kuratorisch (2017-2022). Becker ist aktiv in der Initiative Urbane Praxis.
Marieke Behne studierte Architektur an der HafenCity Universität Hamburg, arbeitete dort im Arbeitsgebiet Architektur und Stadt. Sie promovierte zu Wirkweisen von Erfahrungswissen der Architektur am Beispiel selbstorganisierter Wohnprojekte und ist Mitbegründerin von projektbüro Hamburg. projektbuero.city
Frieder Bohaumlitzky ist Designer, Kurator und Politikwissenschaftler. Er gestaltet, forscht und lehrt zur politischen Relevanz von materieller Kultur. Von 2017-2019 war er Teil des Projektbüros Friedrich von Borries in Berlin, von 2020-2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Designforschung an der HAW Hamburg. Seit 2023 betreibt er gemeinsam mit Ina Römling und Torben Körschkes studio lose, das sich kollaborativ und spekulativ der Gestaltung von soziopolitischen Verhandlungsräumen widmet.
Andreas Brandolini studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin (1973–1979), arbeitete als Designer und Architekt bei "Produktentwicklung Roericht" in Ulm (1979–1981). Brandolini war Mitbegründer des avantgardistischen Neuen deutschen Designs der 1980er Jahre. Mit seinem „Deutschen Wohnzimmer“ auf der documenta 8 setzte er Maßstäbe. 1986–1993 betrieb er sein eigenes Designstudio in Berlin. Ende der 1980er Jahre gründete Brandolini mit Jasper Morrison und Axel Kufus das Büro „Utilism International“, dessen Schwerpunkt Ausstellungsdesign und Stadtplanung war. Brandolini war Mitherausgeber von „Kaufhaus des Ostens“ im Jahr 1984. brandolini.de
Amélie Brisson-Darveau ist Künstlerin, Forscherin und Doktorandin mit Sitz in Tiohtià:ke/Montréal. In ihrer Arbeit untersucht sie die strukturellen Eigenschaften von Schatten in Literatur, Kunst, Performance, Kino und Urbanismus. ameliebd.net
Christoph Brunner hat einen Hintergrund in Kultur- und Medienwissenschaften sowie in kontinentaler Philosophie. Er untersucht die Beziehungen zwischen Medien, Ästhetik und Politik mit einem besonderen Interesse an post- und dekolonialer Kritik des westlichen Denkens und einer posthumanistischen Dezentrierung des Individuums. Er war Juniorprofessor für Kulturtheorie an der Leuphana Universität Lüneburg (2016-2023), seit 2023 ist er Assistenzprofessor an der School of Philosophy der Erasmus-Universität Rotterdam.
Lucius Burckhardt (1925- 2003) war Dr. phil. im Bereich der Soziologie. Nach einer Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm 1959 übernahm er 1961–73 mehrere Lehraufträge und später Gastdozenturen für Soziologie an der Architekturabteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Gleichzeitig arbeitete er 1962–72 als Chefredakteur der Zeitschrift „Werk“. 1976–83 war Lucius Burckhardt erster Vorsitzender des Deutschen Werkbundes, ab 1973 lehrte er als Professor für Sozioökonomie urbaner Systeme an der Gesamthochschule in Kassel. Er war 1987–89 Mitglied des Gründungsbeirates der Hochschule der Bildenden Künste Saar und 1992–94 Gründungsdekan der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar. Sein Werk wurde 1994 mit dem Hessischen Kulturpreis für herausragende Leistungen in Kunst, Wissenschaft und Kulturvermittlung, 1995 mit dem Bundespreis Förderer des Designs und 2001 mit dem Designpreis Schweiz gewürdigt.